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Die Gretchenfrage in Bezug auf Social Media Aktivitäten im Museum ist immer wieder: wer soll das bezahlen? Auch in der Schweiz wird einigen Museen das Geld knapper und die Schaffung neuer Stellen kommt in der Regel nicht in Frage. Die entsprechenden Mittel zu beschaffen, wäre natürlich einfacher, wenn man einen eindeutigen Return of Investment (ROI) beziffern könnte, wenn also den Ausgaben für Social Media auch klar bezifferbare Einnahmensteigerungen gegenüber stehen würden. Am 24.10 gab es einen Online Kulturmanagement Treffpunkt zu genau diesem Thema. Christian Henner-Fehr moderierte und diskutierte einen Vortrag von Stefan Parnreiter-Mathys (Die Aufzeichnung kann hier angeschaut werden)
In dieser Diskussion wurde klar, dass sich ein direkter Erfolg von Social Media z.B. in ansteigenden Besucherzahlen nicht beziffern lässt. Allerdings gilt das Gleiche für Flyer, Plakate, Anzeigen und ähnliche klassische Marketingaktivitäten. Was also tun? Wie lassen sich Social Media Aktivitäten im Museum überhaupt verargumentieren?
Das erste Argument ist, dass Social Media sich mittlerweile zu einem Standard-Kommunikationskanal mit Kunden entwickelt hat und somit zwangsläufig zunehmend Teil der Marketingaktivitäten von Kultureinrichtungen sein wird. In diesem Zusammenhang höre ich übrigens immer mal wieder, dass Social Media eigentlich ein Medium des Dialogs und somit gar kein Marketinginstrument sei. Ich würde dem entgegenhalten, dass über Social Media u.a. die Beziehungen zum Publikum verbessert werden können (Stichworte: Customer Relationship Management und Beschwerdemanagement) und sie somit ganz klar ein Medium für das Marketing darstellen. Allerdings bieten Social Media gerade in Kultureinrichtungen darüber hinaus Einsatzmöglichkeiten in Bezug auf Vermittlung oder gar Kollaboration mit dem Besucher.
Insofern kann man sich auch, so der Tenor des Kulturmanangement Treffpunkts, guten Gewissens von der rein monetären Bewertung von Social Media verabschieden. Im Vordergrund stehen die Ziele und gerade in Kulturinstitutionen sind diese nicht immer rein monetär: Will ich z.B. eine grössere Kundenzufriedenheit erreichen, will ich z.B. den direkten Kontakt mit dem Publikum verstärken? Will ich meine Vermittlungsaktivitäten verstärken? Somit findet eine “Verknüpfung von materiellen und immateriellen Bedürfnissen” statt, denn die Zufriedenheit des Publikums hat Auswirkungen auf die Besucherzahlen. Eine weitere Möglichkeit der Bewertung von Social Media Aktivitäten stellt das Benchmarking da. Wo stehe ich im Vergleich zu anderen ähnlich Institutionen oder aber auch zu anderen Branchen? Gerade Hotels z.B. und Airlines sind sehr gut wenn es um das Beschwerdemanagement geht und können durchaus für gewisse Unternehmensziele als Benchmarrk dienen.
Damit ist die Frage nach der Finanzierung aber noch immer nicht gelöst. Es wird für viele Institutionen letztendlich darauf hinauslaufen, die eigenen Ziele zu überprüfen um dann Mittel entsprechend zu verlagern, z. B. von der klassischen Kommunikation. Aber, das Ergebnis kann auch sein, dass Social Media für eine Institution im Moment nicht wirklich relevant und finanzierbar sind.
Bettina und ich haben in diesem Blog ausführlich über die beiden Tagungen zum Thema “Häuser der Gegenwart und ihr partizipatorischer Ansatz” berichtet, die im Herbst 2010 im historischem Museum (zum Artikel) in Frankfurt und im Juli 2011 im Stapferhaus in Lenzburg (Artikel 1, Artikel 2) stattfanden. Nun ist der Tagungsband im Transscript Verlag erschienen: “Das Partizipative Museum. Zwischen Teilhabe und User Generated Content. Neue Anforderungen an kulturhistorische Ausstellungen” . Der Band bietet einen breiten Überblick über den Stand der Debatte in Sachen musealer Partizipation und auch einige interessante Fallbeispiele. Ich selber habe einen Artikel zu diesem Band beigetragen, in welchem ich Social Media im Museumskontext als eine Erweiterung bereits existierender partizipativer Ansätze darstelle. Da ich selber noch nicht zum Lesen gekommen bin, hier die Zusammenfassung auf der Verlagsseite:
Was macht ein »partizipatives Museum« aus? Was ist wirklich neu an diesem Konzept? Und wie wirkt sich eine solche Ausrichtung der Museumsarbeit auf die Institution selbst aus?
Die in diesem Band präsentierten interdisziplinären Beiträge bieten einen umfassenden Überblick darüber, wie und warum kulturhistorische Ausstellungen zu sozialen Räumen werden und welchen individuellen und gesellschaftlichen Mehrwert partizipative Museumsarbeit bietet. Zahlreiche Praxisbeispiele zeigen konkrete Anwendungsmöglichkeiten und reflektieren die Konsequenzen einer gegenwartsorientierten und partizipativen Herangehensweise für das Selbstverständnis des Museums und die Ausgestaltung seiner (klassischen) Aufgaben.
Ich habe mir Dienstag Abend zwei Sessions an der Online Museum Mobile Konferenz angeschaut auf der es – der Name sagt es – um die Nutzung von mobilen Applikationen im Museum ging.
National Gallery
Charlotte Sexton, Leiterin der digitalen Medien der National Gallery London hielt die Keynote und berichtete über die hauseigenen Audio Guides, Podcasts und das Love Art App, mit dem die National Gallery 2009 als erstes Museum auf dem App Markt reüssierte (ein Paper zu dem Projekt findet sich hier). Alle Publikumsanwendungen der National Gallery sind strategisch und markenorientiert. Formal äussert sich die Strategie der National Gallery in vier Werten: Eleganz, Eminenz, Inspiration und Inclusiveness (Einbezug aller Besucher/nicht elitär). Sexton empfiehlt folgende Vorgehensweise: Auf der Marke aufbauen, auf die zentralen Stärken fokussieren, die Inhalte auf das Publikum massschneidern und natürlich müssen die Angebote beworben werden. Von der Umsetzung her arbeitet die National Gallery iterativ: Man fängt mit kleinen, schnellen Prototypen an, testet diese und erst wenn man sicher ist, dass die Anwendung robust ist, kommt es zu einem Launch.
Session1: Tablet PCs
Nichts wirklich Neues. Interessanter war da die Session über den Einsatz von Tablet PCs im Museum. Am meissten verbreitet sind iPad und Co derzeit noch als Ersatz für traditionelle Kiosksysteme, also als stationäre Displays im Museum. In diesem Panel wurden jedoch drei ganz andere und zum Teil sehr ungewöhnliche Anwendungen von iPads im Museum vorgestellt.
Apps zur Nutzung ausserhalb des Museums
Das MoMa bringt demnächst ein neues App namens MoMa Art Lab heraus. Das Art Lab bietet Tools um selbst kreativ zu werden, z.B. eigene Bilder zu gestalten und richtet sich vor allem an Kinder aber auch an Erwachsene. Das Art Lab bietet somit eine Ergänzung der Museumserfahrung.
iPads als Unterstützng der Vermittlung im Museum
Charlie Keitch und Jane Findlay vom National Maritime Museum in Greenwich stellten Anwendungen für zwei Ausstellungen vor. Bei der Einen geht es um den Sklavenhandel, bei der Anderen um die East India Company. Der Tablet (in diesem Falle basierend auf Android) wird benutzt um die Lernerfahrung der Schüler zu unterstützen. Es gibt spielerische Elemente bei denen die Schüler Beweise in Form von Objekten finden müssen, die sie mit der Kamera des iPad aufnehmen. Diese Beweise dienen dazu, historische Zitate zu belegen oder zu widerlegen. Anderseits werden die Schüler angehalten immer wieder ihre eigenen Meinung zu äussern und diese mit anderen Schülern zu teilen. Diese Form des “blended learning” mit dem Tablet ist nur ein Teil eines mehrstündiges Programm welches auch andere Lernformen enthält.
iPads als Unterstütztung von Museumstouren
Sheila McGuire vom Minneapolis Institute of Arts stellte eine sehr interessante Variante vor. Das Museum bietet insgesamt vier iPAds für professionelle Museumsführungen an. So können vor allem Videos und Detailansichten die Museumstour sinnvoll ergänzen. Als Best Practice empfiehlt McGuire das Tablet sehr selektiv für einzelne Objekte einzusetzen, die Videos kurz zu halten (30-60 sec) und die Museumsführer sollten den Einsatz der Tablets proben und sich dabei gegenseitig zuschauen und Feedback geben. Ein interessanter Nebeneffekt war, dass die Museumsführer plötzlich lernten Technologie nicht nur als Konkurrenz zu verstehen. Ich bezweifle allerdings, dass die Begeisterung der Museumsführer in Minneapolis von den Kolleginnen und Kollegen in der Schweiz im gleichen Ausmass geteilt würde.
Zusammenfassend kann man über diese Session sagen, dass sich der Einsatz des Tabletts im Museum vor allem durch die Grösse des Screens empfiehlt. Es ermöglicht die Arbeit mit Gruppen, sei es dass man diese alleine los schickt (das Maritime Museum empfiehlt Gruppengrössen von 2-5) oder eben in geführten Gruppen (Problemlos für bis zu 15 Personen gemäss Erfahrungen des Minneapolis Institute of Arts). Auch hier gilt wieder: Prototypen erstellen und testen, testen, testen!
Session 2: Making Mobile Work for Children and Teens
In dieser Session wurden einige Anwendungen vorgestellt, die sich vor allem an ein jüngeres Publikum und Familien richten. Interessant dabei war vor allem die Aussage, dass man mobile Anwendungen benutze, um das Publikum zu verlangsamen und den Fokus auf die Objekte zu richten. Die Entdeckung der Langsamkeit bringt man ansonsten nicht unbedingt mit digitalen Applikationen in Verbindung.
Das Ford Theatre in Washington ist der Schauplatz an dem Abraham Lincoln ermordet wurde und erzählt die Geschichte des Bürgerkriegs in den U.S.A. Das Museum entwickelte zwei Audiotouren, eine für jüngere und eine für ältere Besucher. Beide Touren helfen dem Besucher sich mittels originaler und fiktiver zeitgenössischer Stimmen in die damalige Zeit hinein zu versetzen. Ähnlich ging das Freedom Center in Ohio vor, welches ein App vorstellte, dass sich vor allem an junge Besucher wendet, die ohne Führung durchs Museum gehen. Interessanterweise etablierte sich das App auch im Klassenzimmer und wird im Unterricht als Distant-Learning-Tool oder zur Vorbereitung des Museumsbesuchs eingesetzt. Auch das US Holocaust Memorial setzt auf Zeitzeugen. Hier entwickelte man allerdings eine ganz neue Variante: Margaret, eine Holocaust-Überlebende kommuniziert mit dem Publikum via SMS. Zwar gibt es Margaret wirklich, ihre Antworten sind jedoch Computer-generiert: Bestimmte Schlagworte einer Besucher SMS lösen spezifische vorbereitete Antworten aus. Das Prinzip ist eine sogenannte Chatterbox, eine moderne Variante des kommunizierenden Computerprogramms Eliza. Wobei allerdings in diesem Falle der Computer die Fragen stellt und lediglich auf richtige oder falsche Antworten reagiert.
Es tut sich also Einiges in diesem Bereich. Hier noch zusätzliche Links: Endlich eine Gelegenheit auf das Ludwig II App der Bayrischen Staatsbibliothek hinzuweisen, welches neulich an der Tagung Aufbruch 2.0 vorgestellt wurde.
Hier zwei Systeme für die Entwicklung von Mobile Apps für Museen: Toursphere ist ein kommerzielles Produkt, TAP ein Open Source Projekt.
Und dann gibt es noch ein Buch Namens Mobile Apps for Museums
Jetzt ist es offiziell: Das Projekt Audience+ wird eine Fortsetzung finden. Die KTI (Agentur für Innovationsförderung des Bundes der Schweiz) hat das Projekt Audience+ STORY für förderungswürdig befunden. Nachdem wir mit dem Projekt Audience+ und dem daraus entstandenen Leitfaden die Grundlagen für den Einstieg in die sozialen Medien beschrieben haben, wollen wir uns mit diesem Nachfolgeprojekt damit beschäftigen, wie man museale Inhalte für die sozialen Medien aufbereitet. Wir sind überzeugt, dass dabei ein erzählerisches Moment eine grosse Rolle spielt, was sowohl den Fokus unseres Forschungsprojektes beschreibt, als auch den Namen des Projekts erklärt. Auch dieses Projekt hat wieder ein sehr stark angewandtes Element. Im Rahmen von Audience+ STORY werden individuelle Social Media Konzepte für Partner entwicklelt, begleitet und evaluiert. Es handelt sich bei diesen Partnern um das historische Museum Luzern, die Fondation Beyeler und das Römerstadt Augusta Raurica. Ausserdem steht uns die Firma elementdesign aus Basel zur Seite, ein renommiertes Büro für Ausstellungsdesign, welches vermehrt auf paritzipative Ansätze und Social Media setzt und über das Projekt die eigenen Kompetenzen entsprechend erweitern wird. Neueste Informationen zu Audience+ STORY wird es weiterhin über diesen Blog geben.
(Zweiter Teil meiner Nachlese der Tagungen Aufbruch 2.0 und stARTCamp in München). Der Einstieg in eine aktive Präsenz in den Social Media ist für viele kulturelle Institutionen mit Fragezeichen versehen. Es fehlen oft die Erfahrungen, Social-Media-kompetente Mitarbeiter und auch die zeitlichen Ressourcen. Der Einstieg in Social Media will wohlüberlegt sein. Ein Rückzug nach ein paar Monaten, verwaiste Facebook-Seiten und tote Twitter-Accounts sind eher kontraproduktiv. Das ist sicherlich auch ein Grund, warum viele Institutionen es vorziehen, “draussen” zu bleiben. Ulrike Schmid, Social Media Beraterin von Kulturinstitutionen und Betreiberin des Blogs Kultur 2.0 zeigte an der Tagung Aufbruch 2.0 in München auf, wie man einen ersten Schritt in Richtung Social Media machen kann, auch wenn man die aktive Bühne scheut. Das mag widersprüchlich klingen, denn einer der Grundpfeiler von Social Media ist ja gerade der Dialog, aber, es geht auch (fast) ohne. Man kann auch passiv Präsenz zeigen bzw. eine passive Präsenz graduell in eine mehr aktive verwandeln.
1. Schritt: File-Sharing
Zum einen kann man Informationen über die Institution, Ausstellungen, Objekte und Veranstaltungen auf diversen Filesharing-Plattformen positionieren. Z.B.:
Was bringt das nun? Zum einen werden die genannten Social Media Plattformen von Suchmaschinen indiziert. Das heisst, die Verbreitung der eigenen Informationen auf diesen Plattformen erweitert den Bekanntheitsgrad der Institution im Internet. So findet man Sie vermehrt durch die Präsenz Ihrer Themen im Internet. Das setzt natürlich voraus, dass man die Materialien entsprechend verschlagwortet und beschreibt. Zudem hat man so die Möglichkeit, zusätzliche Inhalte zu positionieren, die man vielleicht nicht auf der eigenen Webseite zeigen kann oder will und diese Inhalte können natürlich auch zurück zur Webseite verlinkt werden und umgekehrt. Zudem bieten diese Plattformen auch die Möglichkeit, dass Nutzer die Informationen über Share-Buttons weiterempfehlen. Wer will, kann auch Kommentarfunktionen aktivieren und in einen Dialog treten. Aber Achtung: hier empfiehlt es sich natürlich, die Kommentare regelmässig zu beobachten und zu interagieren.
2. Schritt: Social Media Partnerschaften
Social Media Partnerschaftten nutzen das Potential bereits exisitierender Plattformen und Akteure. Hier drei Beispiele, die Schmitt in ihrem Vortrag erwähnte, mit jeweils zunehmender Komplexität
Funktionierende Partnerschaften müssen natürlich einen Nutzen für beide Seiten haben und Gegenleistungen müssen nicht immer finanzieller Natur sein. Oft ist es das Image einer Institution, welche für den Partner interessant ist, oder man macht aus einem Tweetup eine VIP Veranstaltung, bei der die Teilnehmer z.B.mit einem Künstler oder Kurator zusammen eine Sonderführung erhalten mit anschliessendem Apéro. Jedes Museum hat da sicherlich genug eigene
Aber Achtung: Auch solche Aktivitäten sind nicht ohne gewissen Zeitaufwand zu haben und die Organisation einer Blogparade oder eines Tweetups verlangt schon ein gewisses Know-How. Dazu kommt, dass man bei Social Media Partnerschaften die Kontrolle über die Inhalte zumindest zum Teil aufgibt und sich von Dritten abhängig macht. Aber wie immer gilt: ohne Risikobereitschaft und Offenheit kann es zu keinem echten Dialog kommen. Diese Erkenntnis behält natürlich auch jenseits von Social Media ihre Gültigkeit.
Wenn es um den Einsatz von Social Media im Kultursektor geht, ist die Schweiz noch immer Entwicklungsland. Das wurde mir an der Aufbruch Tagung der Landesstelle für nichtstaatliche Museen in München und dem damit verbundenen stART-Camp mal wieder schmerzhaft klar. Aber es gibt Hoffnung und die kommt erstaunlicherweise aus Bern, dem man ja nachsagt, dass es immer etwas langsamer sei als der Rest der Schweiz. Wenn es ein Lehrbuch gäbe zum Thema Transmedia-Storytelling mit Museumsinhalten, dann wäre Caspar Loesches Vorgehensweise dort sicherlich als Paradebeispiel aufgeführt. Sein Projekt Vvon Watt ist eine Co-Produktion des Stadtheaters Bern mit dem Naturhistorischen Museum Bern. Das Projekt handelt von der Grosswildjagd in Afrika zu der Vivianne von Wattenwyl 1923 mit ihrem Vater Percaval “Brovie” aufbrach. Beide stammen aus Bern und die erjagten Trophäen sind noch heute als Dioramen im naturhistorischen Museum zu sehen. Zudem hat Vivienne von Watt ein Buch über die Reise geschrieben, die übrigens mit dem Tod des Vater, der von einem Löwen erlegt wird, einen tragischen Höhepunkt erreicht. Diese Hintergrundgeschichte ist auch Ausgangspunkt einer Tanzproduktion des Stadtheaters mit dem Namen “Lions, Tigers and Women…“.
Da Caspar Lösche das eigentliche Projekt in seinem Beitrag zur Blogparade der Tagung Aufbruch 2.0 sehr schön selbst darstellt, möchte ich an dieser Stelle vor allem darauf eingehen, wie er vorgegangen ist und was mir daran so gut gefällt. Im Grunde war der ganze Ablauf des Projekts mustergültig. Hier einige Schlagworte:
Kommen wir zur Evaluation: Die Zahlen sind zugegebenermassen recht durchwachsen: Ca 140 Follower auf Twitter ist eher dünn. Annähernd 2000 Pageviews auf dem Blog sind ganz ordentlich. Doch wer den schnellen Erfolg sucht mit Social Media, der liegt falsch. Es braucht einen langen Atem. Ein gutes Projekt ist nur der Anfang. Social Media ist Beziehungspflege und gute Beziehungen oder gar Freundschaften brauchen Zeit. Ein Problem ist sicherlich auch, dass Tools wie Twitter in der Schweiz (noch) nicht wirklich angekommen sind. Zudem: Wenn eine Institution wirklich an einem nachhaltigen Einsatz von Social Media interessiert ist, dann sollten auch die anderen Mitarbeiter geschult werden, so dass es eben nicht bei einer One-Man-Show bleibt.
Diesen Willen und die nötige Geduld hat das Berner Stadttheater, welches mittlerweile mit dem Berner Symphonieorchester zum Konzerttheater Bern fusioniert ist, aber offensichtlich nicht. Aufgrund der Fusion wurde Caspar Lösche für entbehrlich betrachtet. Zum Glück hat er bereits einen neuen Job gefunden, ausserhalb des Kultursektors. Das Konzerttheater scheint nicht zu verstehen, dass es mit dieser Entlassung eine wichtige Option für die Zukunft entsorgt hat. Es wird langsam Zeit, dass auch die Institutionen in der Schweiz endlich aufwachen und sich mit den Möglichkeiten von Social Media ernsthaft auseinander setzen. Die Kommunikationsmuster verändern sich und das kontinuierliche Ignorieren dieser Tatsache hilft leider nicht weiter.
Caspar Loesches Präsentation zu dem Projekt findet sich hier. Ein Artikel zur Evaluation des Projekts findet sich als Gastbeitrag auf dem Kulturmanagement Blog.
Die nächste stART-Konferenz steht vor der Tür. Diese Veranstaltung, welche sich seit 2009 erfolgreich mit dem Einsatz von Social Media in der Kulturwirtschaft auseinandersetzt, findet auch dieses Jahr wieder in Duisburg statt. Das Thema ist, passend zum Mercator-Jahr, “Navigare”. Der Flame Mercator, der später nach Duisburg zog, wurde als Kartograf weltberühmt. Sein Geburtstag jährt sich zum 500 mal und so geht es auf der stART12 um “Routen, Strategien und Techniken” um sich in der zunehmenden Menge an Social Media zurecht zu finden und Gehör zu schaffen:
Deshalb werden wir am 14. und 15. Juni in Duisburg-Ruhrort vor Anker gehen und dort nicht nur lernen, wie diese seetüchtigen Schiffe aussehen, sondern uns gemeinsam mit einer Vielzahl von ExpertInnen auf die Suche nach Routen, Strategien und Techniken machen, um dann diese Schiffe bauen und das digitale Meer der Möglichkeiten erforschen zu können.
Wie immer loten die stART-Macher schon in der Organisation der Konferenz die neuesten Möglichkeiten aus, die Social Media bieten. Dieses Mal wird versucht, die Konferenz per Crowd-Funding zu finanzieren. Das stellt sich allerdings als nicht so einfach heraus, wie man in Christian Henner-Fehrs (Mitorganisator) Blog nachlesen kann. Aber noch bleiben zwei Wochen Zeit sich anzumelden. Es lohnt sich auf jeden Fall
Ich habe diese Woche im Rahmen einer Veranstaltung der Museumsdienste Basel einen Workshop zum Thema Social-Media-Strategie abgehalten. Nun bin ich kein Experte in strategischer Planung für Museen. Andererseits hatten die Workshopteilnehmer mit einigen Aussnahmen wenig Erfahrung in Sachen Social Media. So stellte ich mir die Aufgabe, Strategieprozesse in den entsprechenden Institutionen im Kontext von Social Media zu besprechen: In welchen Museen gibt es überhaupt existierende Strategien? Wie werden diese umgsetzt? Wie sehen die Beteiligungsstrukturen bei der Strategiebildung aus und wie müsste ein entsprechender Prozess im Kontext Social Media aussehen?
Es war kaum überraschend, dass die Arbeit der meissten Häuser auf ihrem jeweiligen Auftrag basiert. Dieser manifestiert sich in einigen Museen in einem Mission-Statement. Einzelne Ausstellungen werden an dieser Mission und natürlich an Besucherzahlen gemessen. Eine strategische Planung als solche findet eigentlich nicht statt. Was aber, wenn man diesen Auftrag in einem sich völlig verändernden Medienkontext umsetzen soll?
Das Wiki des Smithsonian beschreibt im Detail solch einen Transfer: Ausgehend von der Mission wird eine strategische Planung für das Web durchgeführt, die in taktischen Massnahmen mündet. Ich habe diesen Vorgang im Folgenden aufskizziert.
Was dabei auffällt, ist, dass dieser Prozess zumindest am Anfang einen partizipativen Ansatz hat. Mitarbeiter aus den verschiedensten Bereichen werden zur Diskussion verschiedener Schwerpunktthemen zusammengeholt. Natürlich können solche Vorgänge in einer der grössten musealen Institutionen der Welt nicht unbedingt als Blaupause dienen für andere Museen.
Es zeigte sich gleichwohl in der Diskussion, dass eine Social Media Strategie auf Dauer nicht als isolierter Top-Down Prozess angegangen werden kann. Zum einen wird man Social Media immer weniger losgelöst von den sonstigen Web-Aktivitäten betrachten können. Es zeigt sich ganz klar die Tendenz, dass zunehmend alle Medien Platz für Individualisierung, Resonanz, Dialog und User Generated Content bieten werden. Die Trennung zwischen Web-Aktivitäten und Social Media ist eine künstliche und kann nicht aufrecht erhalten werden. Aber auch die Digitalisierungspolitik des jeweiligen Hauses sollte mit den Social Media Aktivitäten abgestimmt sein. Welche Objekte werden digitalisiert? In welchen Formaten liegen diese vor? Welche dürfen in welchem Umfang in den Social Media genutzt werden?
Es wurde aber auch die Ansicht geäussert, dass Social Media Planung eigentlich Marketingsache ist. Sicherlich ist die Marketingabteilung bzw Kommunikation immer noch der natürliche Ausgangspunkt für viele Social Media Aktivitäten. Wenn man jedoch doch davon ausgeht, dass Objekte vermehrt digital unterstützt werden, dass auf Webdienste zunehmend via mobile Endgeräte zugegriffen wird und dass es vermehrt um neue Formen der Vermittlung von musealen Inhalten geht, spätestens dann ist Social Media Strategie nicht mehr nur eine Domäne des Marketing.
Focal, die Stiftung Weiterbildung Film und Audiovision lud zu einer Transmedia Storytelling Tagung in Biel ein und hatte einige der absoluten Cracks der Szene eingeladen. Transmedia Storytelling (TS) widmet sich dem Erzählen über mulitple mediale Plattformen hinweg. Zur Begriffserklärung hier ein Verweis auf einen früheren Artikel über die stARTConference, in der es um Transmedia im kulturellen Kontext ging. TS ist gerade für den Kulturbereich von enormer Bedeutung, da Kultur sehr stark mit Geschichte, Geschichten und Mythen arbeitet. Wenn nun zunehmend auch in Museen Social Media eingesetzt werden, um museale Inhalte zu vermitteln, so ist man automatisch beim medienübergreifenden Erzählen: Vom Objekt zu medienspezifisch aufbereiteten Geschichten und zurück (hoffentlich!). Wie das im Idealfall aussehen kann, hat das British Museum mit seiner Aktion “A History of the World in 100 Objects” gezeigt.
Der Veranstalter Focal ist in der Filmbranche verortet und viele transmediale Projekte sind auch um Filme (und/oder Spiele) herum angesiedelt. Oder vielleicht sollte man eher sagen, dass Projekte wie The dark Knight oder Avatar mittlerweile riesige transmediale Erzähl- und auch Merchandisinguniversen sind, in denen der Film selbst nur ein Teil ist, wenn auch ein wichtiger. The Dark Knight. z.B, Christopher Nolan’s Batman Verfilmung, arbeitete mit einem gross angelegten ARG (alternate realtiy game). ARGs funktionieren als Mischung aus Storyelementen, die digital vermittelt werden und anderen, die sich im Echtraum abspielen. Wie das im Beispiel von the Dark Knight funktionert, kann man hier nachlesen.
Entsprechend der Verortung lag der Fokus der Konferenz auf den praktischen Aspekten des TS. Was ist das eigentlich, Transmedia Storytelling? Welche Strategien gibt es? Wie setzt man es um? Was funktioniert, was funktioniert nicht und wie finanziere ich das Ganze? Ich war recht erstaunt, dass es für all diese Fragen doch schon recht klare Antworten gibt. Es hat sich mittlerweile so etwas wie eine TS Branche entwickelt, die gerade im Film- und Gamebereich ordentlich Geld in die Hand bekommt und somit müssen natürlich auch gangbare, erfolgversprechende Konzepte her.
Im Folgenden eine Zusammenfassung der wichtigsten Vorträge. Ich werde in einem späteren Artikel auf ein, zwei Redner detaillierter eingehen.
Die Transmedia Produzentin und Buchautorin Alison Norrington fand von der Literatur her zum TS. Sie betonte die Wichtigkeit einer guten Storyworld als Ausgangspunkt für gutes TS. Eine Storyword ist nicht so sehr eine lineare Geschichte sondern vielmehr ein Möglichkeitsraum, der die Charakter und die verschiedenen Settings beschreibt. Von diesen Storywolds müsse man ausgehen, so Norrington und nicht von Medien-Plaftformen. Letztere müssen sich nach den Storyinhalten und Charakteren richten und nicht umgekehrt. Als Beispiel verwies sie auf den Charakter Betty Draper aus der HBO Erfolgssfernsehserie Mad Men. Es sei durchaus passend, dass man als transmediale Erweiterung der Fernsehserie für sie einen Twitter Account aufgesetzt habe. Die Gattin des erfolgreichen aber mysteriösen Werbers Don Draper ist eine unruhige, unsichere und vielen Stimmungsschwankungen unterworfene Person. Sie wäre gar nicht in der Lage mehr als 140 Zeichen auf einmal von sich zu geben, so Norrington. Ein Blog z.B. wäre da völlig unangebracht.
Das Beispiel Betty Draper zeigt auch, dass Subjektivität eine wichtige Rolle beim TS spielt. Es erlaubt das Erzählen von Geschichten aus verschiedensten persönlichen Perspektiven. Aber, man solle die Geschichten auch nicht übererzählen. Man solle “cheeseholes” in den Geschichten lassen, damit das Publikum diese auffüllen könne.
Liz Rosenthal, Gründerin und CEO von Powertothepixel.com, einer Transmediaproduktionsfirma, verwies auf den grundsätzliche Wandel in der Medienlandschaft, der TS erst möglich gemacht hat. Die Restriktionen klassicher Massemedien in Form von Gatekeepern, Zeitformaten, Kanälen und Vertriebsmodellen löst sich auf. Das Publikum ist fragmentiert und übernimmt zudem immer mehr die Kontrolle. Es kollaboriert und personalisiert Inhalte. Es möchte individuellen Zugang zu Geschichten aber auch, dass diese Geschichten dem Betrachter folgen und nicht umgekehrt.
Es geht nicht mehr allein darum, dass man einer guten Geschichte zuhört. Vielmehr sind die Bereiche Gameplay, Geschichtenerzählen und soziale Aktivitäten (Community) immer stärker miteinander verbunden. Allerdings dürfe man nicht vergessen, so Rosenthal, dass es starke Unterschiede im Engagement gibt: 5% der Nutzer kann man als Produzenten von Inhalten bezeichnen, 20% als Spieler und 77% sind zumeisst passive Konsumenten.
Rosenthal zeigte noch einige interessante Fallstudien. So z.B. Iron Sky, ein Scien-Fiction Film über die Besiedlung des Mondes durch die Nazis, der mit einem kleinen Budget von 7.5 Mio Euro arbeitet, aber durch geschicktes TS und Social Media Marketing bereits vor der Veröffentlichung wöchentlichen Kontakt mit ca. 200.000 Fans hat und vorab ausverkaufte Screenings. Des weiteren ein kollaboratives (Crowdsourcing) Projekt namens 18 days in Egypt und Operation Ajax eine “interactive comics experience” für den iPad.
Inga von Staden, Medienarchitektin, Leiterin des Interactive Media Studienprogammes an der Filmakademie Baden-Württemberg und Transmedia Consultant betrachtete vor allem produktionsspezifische und wirtschaftliche Aspekte des TS. Auch für sie steht die Storyworld am Anfang. Diese wird beschrieben in einer Story Bible. Erst dann geht man zum Storyboarding über, durch welches die Geschichte formatspezifisch aufbereitet wird. Dabei ist es wichtig, dass die emotionale Reise des Publikums über verschiedene Medien hinweg geskriptet wird.
TS ist nicht einfach ein Franchise, so von Staden, sondern bietet dem Publikum die Möglichkeit eines grösseren Blicks aus verschiedenen Perspektiven auf eine Geschichte. Und warum macht man das? man kann damit verschiedene Märkte adressieren, die zum Teil mit sehr unterschiedlichen Erlösmodellen arbeiten. So bieten MMUOGs (massively multi user online games) die Möglichkeit von Micropayments. Über Services wie Millipay können während eines Spiels Tools und Inhalte mittels Kleinstbeträgen gekauft werden, die dem Spieler weiterhelfen, wobei die Teilnahme am Spiel selber kostenlos bleibt. Ein Fallbeispiel: The Inner World, welches sowohl als Adventure Game, Brettspiel und TV Serie umgesetzt wurde. Eine weitere Variante, wie Inhalte transmedial umgesetzt werden zeigt das Beispiel National Geographic. Was als eine populärwissenschaftliche Zeitschrift bekannt wurde, ist mittlerweile ein Verlag, in dem Medientexperten zusammen mit Forschern neue mediale Vermittlungskonzepte für Forschung entwickeln: Von Elearning Plattformen bis zu Augmented Reality Anwendungen.
Für Transmedia-Projekte gibt es mittlerweile auch Fördermöglichkeiten, so z.B. über das Media Programm der europäischen Union oder auch über den Migros Kulturprozent. Diesbezüglich lohnt es sich aber auch, so von Staden, über Gegenfinanzierung mittels Technologieförderung nachzudenken.
Hier noch einige Fallbeispiele aus dem Vortrag:
Patrizia Pesko von der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft SSR berichtete, dass das Schweizer Ferneshen bereits TS Projekte fördert und entsprechende Gelder zur Verfügung stellt und auch das Bundesamt für Kultur fördert TS Projekte: Zum einen über die Förderung der Filmkultur, zum anderen über die Filmförderung selbst. In diesem Zusammenhang ein Hinweis auf schweizierische Projekte: 360° Langstrasse Zürich über das Langstrassenquartier in Zürich und Frischfilm, ein Crowdsourcing-Projekt des Schweizer Fernsehen.
Das Residenz Museum München ruft alle Museen und Kulturinstitutionen auf zu einer Blogparade. Was ist eine Blogparade? Das Residenz Museum schreibt dazu:
Hierzu ruft ein Blogbetreiber auf. Er gibt das Thema vor. Andere Blogger verfassen dazu in einer gesetzten Frist einen Artikel auf ihrem Blog. Sie verlinken diesen mit dem Aufruf des Initiators der Blog-Parade. Er sammelt die Beiträge, analysiert sie und zieht schließlich ein Resümee der Blog-Parade.
Was hat man nun davon? Zum einen kann man sich mit anderen Museen austauschen und zum anderen entsteht durch die Zusammenarbeit verschiedener Blogger eine sehr gute Vernetzung. Wie so etwas aussieht, sieht man z.B. hier: Das Blog der Duisburger Philharmoniker ruft zur Blogparade über “Das Konzert der Zukunft” auf.
Die Blogparade des Residenz Museum München fragt nach den herausragenden Museumsthemen des Jahres 2012. Auch für Schweizer Museen eine gute Möglichkeit, sich mit anderen Museumsbloggern zu vernetzen. Hier nochmals der Link zur Blogparade.
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Jörg Huber sollte den Schlusspunkt, bzw. eine Zusammenfassung der Tagung zum Besten geben. Doch gleich zu Beginn seiner Ausführungen machte er klar, dass dies gar nicht möglich ist.
Zu viel schwebte noch im Raum, in den Köpfen, in den Wahrnehmungsorganen. So blickte Huber "über alles" und öffnete damit eigentlich die Tore für weitere Veranstaltungen, Tagungen dieser Art. Um aktuell zu bleiben: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.
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Marcus Brown - Die Struktur von digitalen Charakteren
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Mark Riklin ist freiberuflicher Depeschenkurier, Hofnarr, Leiter der «Meldestelle für Glücksmomente» und Öffentlichkeitshersteller. Er erzählt über die „Stadt als Bühne“.
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Samuel Schwarz, Regisseur und Schauspieler, Mitgründer der Theatergruppe "400asa" spricht über den "Der Polder" und die Realitätsverschiebungen durch Storytelling im öffentlichen Raum.
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Wolfgang K.A. Disch spricht zum Thema Storytelling in der Markenführung.
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Dorothea Martin - Fakten und Fiktion/en. Storywelten.
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Mit/with: Florian Wieser, Axel Vogelsang, Kurt Reinhard - Luzern/Lucerne, 12.5.2012
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Karin Mairitsch, Vizedirektorin der Hochschule Luzern - Design & Kunst, überbringt Grüsse zur Eröffnung der Tagung Partizipatives Storytelling mit Social Media & Co.
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Henry Jenkins, Professor für Kommunikation, Journalismus und Cinematic Arts, University of Southern California (USC):
How Content Gains Meaning and Value in the Era of Spreadable Media - Luzern, 12.6.2012
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